Google Ads: PAL-Integration für eingeschränkte Anzeigen angepasst
Google aktualisiert die Programmatic Access Library (PAL) zur besseren Berücksichtigung von Nutzerdatenschutz und Einwilligungen. Änderungen betreffen die Verarbeitung von TCF-Daten und die Einführung einer neuen Eigenschaft zur manuellen Steuerung von eingeschränkten Anzeigen.
Google passt die Programmatic Access Library (PAL) an, um den Datenschutz und die Datennutzungseinstellungen zu verbessern. Diese Anpassungen erfordern entsprechende Implementierungsaktualisierungen von Seiten der Entwickler. Die Änderungen treten mit den nächsten Versionen der jeweiligen Plattformen in Kraft.
Eine zentrale Neuerung ist, dass PAL zukünftig Transparenz- und Zustimmungs-Framework (TCF)-Daten vom Gerät ausliest, um die Nutzerzustimmung für die lokale Speicherung zu ermitteln. Zudem wird eine optionale Eigenschaft namens forceLimitedAds eingeführt, die eine manuelle Aktivierung von eingeschränkten Anzeigen ermöglicht. Gleichzeitig wird die Funktionalität der bestehenden allowStorage-Eigenschaft entfernt.
Die Verhaltensänderungen werden mit folgenden PAL-Versionen eingeführt:
- HTML5: Version 1.90.0, voraussichtlich ab dem 10. März 2026
- Android: Version 23.0.0
- iOS: Version 3.0.0
- tvOS: Version 3.0.0
Ab diesen Versionen nutzt PAL die TCF-Daten zur Bestimmung der Nutzerzustimmung für die lokale Speicherung. Sollte die automatische TCF-basierte Ermittlung nicht ausreichen, kann die forceLimitedAds-Eigenschaft von der jeweiligen App direkt gesetzt werden, um eingeschränkte Anzeigen zu aktivieren.
Um das aktuelle Verhalten der App beizubehalten, könnten Implementierungsanpassungen erforderlich sein. Detaillierte Informationen zu den notwendigen Code-Änderungen sind in den entsprechenden Leitfäden für HTML5, Android, iOS und tvOS verfügbar.
Für das HTML5 PAL SDK ist ein Migrationsplan vorgesehen. Um Laufzeitfehler zu vermeiden, bleibt die allowStorage-Eigenschaft bis zum 10. März 2026 weiterhin unterstützt. Ab diesem Datum wird das PAL SDK die allowStorage-Eigenschaft jedoch ignorieren, und ihr Wert hat keinen Einfluss mehr auf das Verhalten von eingeschränkten Anzeigen. Bis zum 10. März 2026 wird empfohlen, die allowStorage-Eigenschaft stets auf den Wert true zu setzen. Optional kann forceLimitedAds ebenfalls auf true gesetzt werden, um eingeschränkte Anzeigen unabhängig von der TCF-Bestimmung zu erzwingen.
Google betont, dass diese Änderungen darauf abzielen, mehr Transparenz hinsichtlich der Nutzerzustimmungen und Datenschutzeinstellungen zu schaffen. Für Rückfragen steht die Google Advertising and Measurement Community über den Discord Server im #developers-Kanal unter Google Ad Manager zur Verfügung. Diese Informationen wurden von Jackson Sui, Interactive Media Ads Developer Relations, bereitgestellt.