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Warum ChatGPT Ihr Unternehmen nicht empfiehlt – und was Sie dagegen tun können

Das Wichtigste in Kürze
  • Wer bei ChatGPT empfohlen werden möchte, muss zunächst wissen, welches Bild KI-Systeme vom eigenen Unternehmen haben.
  • Falsche, veraltete oder unvollständige Informationen führen dazu, dass ein KI-System ein Unternehmen nicht als passende Option erkennt.
  • Zusätzliche Inhalte helfen wenig, wenn die grundlegenden Informationen über das Unternehmen unklar oder widersprüchlich sind.
  • Für die Erfolgsmessung sind spezifische Kundenfragen häufig aussagekräftiger als allgemeine Bestenlisten.

Immer mehr Menschen fragen ChatGPT und andere KI-Systeme nach passenden Produkten, Dienstleistern und Unternehmen. Wer dabei empfohlen werden möchte, muss zunächst wissen, welches Bild diese Systeme vom eigenen Unternehmen haben. Denn häufig beginnt das Problem nicht bei der Sichtbarkeit, sondern bei falschen oder unvollständigen Informationen.

Stellen Sie sich vor, jemand fragt ChatGPT nach einem geeigneten Anbieter für ein bestimmtes Produkt. Ihr Unternehmen bietet genau das Gesuchte an, verfügt über langjährige Erfahrung und erfüllt die Anforderungen des Kunden.

Trotzdem taucht Ihr Unternehmen in der Antwort nicht auf.

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Einer davon wird häufig übersehen: Das KI-System hat nicht richtig verstanden, was Ihr Unternehmen anbietet und für welche Kunden es geeignet ist.

Genau deshalb beginnt die Optimierung für KI-Suchsysteme nicht mit dem Versuch, möglichst häufig empfohlen zu werden. Zunächst gilt es herauszufinden, was ChatGPT, Gemini und Perplexity überhaupt über Ihr Unternehmen wissen.

Wenn die KI Ihr Unternehmen falsch einordnet, bleiben Empfehlungen aus

KI-Systeme führen Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammen, vergleichen Anbieter und sprechen konkrete Empfehlungen aus.

Anders als bei einer klassischen Internetsuche müssen Nutzer dafür nicht mehrere Websites selbst besuchen. Sie beschreiben ihre Anforderungen und erhalten direkt eine Auswahl möglicher Lösungen.

Welche Unternehmen dabei genannt werden, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören die konkrete Fragestellung, verfügbare Informationen, verwendete Quellen und die Art, wie das jeweilige KI-System diese verarbeitet.

Problematisch wird es, wenn die verfügbaren Informationen ein falsches oder unvollständiges Bild vermitteln.

Einige Beispiele verdeutlichen die möglichen Folgen.

Beispiel 1: Ein Hersteller wird einer falschen Produktkategorie zugeordnet

Ein mittelständischer Hersteller entwickelt hochwertige Verpackungslösungen für empfindliche medizinische Geräte. Auf vielen Websites wird das Unternehmen jedoch lediglich als allgemeiner Verpackungshersteller beschrieben.

Fragt ein Nutzer nach Anbietern für Spezialverpackungen im medizinischen Bereich, fehlt dem KI-System die eindeutige Verbindung zwischen dem Unternehmen und dieser Spezialisierung.

Der Hersteller erfüllt die Anforderungen, wird bei der Empfehlung aber nicht berücksichtigt.

Beispiel 2: Ein Hotel wird mit veralteten Informationen beschrieben

Ein Hotel hat sich nach einem umfangreichen Umbau auf Geschäftsreisende und Tagungsveranstaltungen spezialisiert. Ältere Reiseportale und Bewertungen beschreiben es weiterhin hauptsächlich als Familienhotel.

Wenn jemand nach einem geeigneten Tagungshotel sucht, führt diese veraltete Einordnung dazu, dass das Hotel nicht als passende Option erkannt wird.

Beispiel 3: Ein Softwareanbieter wird der falschen Zielgruppe zugeordnet

Ein Softwareunternehmen hat sein Angebot über die Jahre weiterentwickelt und betreut inzwischen vor allem größere Unternehmen. Auf zahlreichen Plattformen wird es jedoch weiterhin als günstige Einstiegslösung für kleine Betriebe beschrieben.

Das KI-System übernimmt diese veraltete Positionierung und ordnet die Software bei anspruchsvolleren Unternehmensanforderungen nicht als geeignete Lösung ein.

Beispiel 4: Eine negative Bewertung verzerrt die Wahrnehmung

Ein Unternehmen beschäftigt seine Mitarbeiter seit vielen Jahren und hat eine geringe Fluktuation. Eine einzelne negative Arbeitgeberbewertung behauptet jedoch das Gegenteil.

Das KI-System greift diese Aussage auf und beschreibt das Unternehmen als Arbeitgeber mit hoher Mitarbeiterfluktuation. Dadurch entsteht ein verzerrtes Bild.

Diese Beispiele sind typische Fehlerszenarien. Nicht jeder Informationsfehler führt automatisch zu einer schlechteren Empfehlung. Falsche Angaben beeinflussen jedoch die Einschätzung, ob ein Unternehmen zu einer bestimmten Anfrage passt.

Wer bei KI-Empfehlungen berücksichtigt werden möchte, muss deshalb sicherstellen, dass die eigenen Leistungen, Zielgruppen und Stärken klar erkennbar sind.

Mehr Inhalte allein lösen das Problem nicht

Viele Unternehmen reagieren auf die zunehmende Bedeutung von KI-Suchsystemen, indem sie zusätzliche Inhalte veröffentlichen.

Sie erstellen neue Ratgeber, erweitern ihre Produktbeschreibungen und beantworten häufige Kundenfragen.

Das ist grundsätzlich sinnvoll. Allerdings helfen zusätzliche Inhalte wenig, wenn die grundlegenden Informationen über das Unternehmen weiterhin unklar oder widersprüchlich sind.

Ein Beispiel:

Ein Maschinenbauunternehmen beschreibt sich auf seiner Startseite als „innovativer Partner für industrielle Lösungen“.

Das klingt professionell, sagt aber wenig darüber aus, welche Maschinen das Unternehmen herstellt, in welchen Branchen diese eingesetzt werden und für welche Anforderungen sie geeignet sind.

Eine wesentlich hilfreichere Beschreibung lautet:

„Wir entwickeln und fertigen automatisierte Abfüllanlagen für Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie.“

Damit wird sofort erkennbar, welche Produkte das Unternehmen anbietet und welche Zielgruppe es anspricht.

Solche konkreten Informationen helfen potenziellen Kunden bei der Orientierung. Gleichzeitig erleichtern sie KI-Systemen, den Anbieter richtig einzuordnen.

Es geht deshalb nicht darum, möglichst viel über das eigene Unternehmen zu schreiben. Entscheidend ist, die richtigen Informationen verständlich und eindeutig verfügbar zu machen.

Die vier Stufen zu einer besseren Sichtbarkeit in KI-Systemen

Ein sinnvoller Ansatz besteht darin, die eigene Sichtbarkeit schrittweise zu untersuchen und zu verbessern.

Stufe 1: Weiß die KI, wer Sie sind?

Beginnen Sie mit einfachen Fragen zu Ihrem Unternehmen.

Zum Beispiel:

  • Was macht die Muster GmbH?
  • Welche Produkte oder Dienstleistungen bietet das Unternehmen an?
  • Wo befindet sich der Hauptsitz?
  • Auf welche Branchen ist das Unternehmen spezialisiert?
  • Für welche Kunden ist das Angebot geeignet?

Vergleichen Sie die Antworten mit den tatsächlichen Unternehmensinformationen.

Achten Sie dabei nicht nur auf offensichtliche Fehler wie eine falsche Adresse oder einen veralteten Geschäftsführer.

Mindestens genauso wichtig ist, ob die KI Ihre Leistungen und Ihre Positionierung richtig versteht.

Stufe 2: Erkennt die KI Ihre besonderen Stärken?

Im nächsten Schritt untersuchen Sie, ob das KI-System Ihr Unternehmen mit den richtigen Eigenschaften verbindet.

Ein Hersteller von Medizintechnik stellt beispielsweise folgende Fragen:

  • Ist die Muster GmbH auf Geräte für ambulante Behandlungen spezialisiert?
  • Welche medizinischen Anwendungen unterstützt die Muster GmbH?
  • Für welche Gesundheitseinrichtungen sind die Produkte geeignet?

Ein Reiseveranstalter überprüft:

  • Bietet die Muster GmbH individuell zusammengestellte Fernreisen an?
  • Hat das Unternehmen Erfahrung mit Reisen für kleine Gruppen?
  • Welche Reiseziele gehören zum Angebot?

Diese Fragen zeigen, ob die KI nicht nur Ihren Namen kennt, sondern auch Ihre eigentliche Spezialisierung verstanden hat.

Stufe 3: Werden Sie bei relevanten Fragen ohne Ihren Unternehmensnamen empfohlen?

Jetzt werden die Tests besonders interessant.

Stellen Sie Fragen, wie sie potenzielle Kunden tatsächlich formulieren.

Beispiele:

  • Welche Hersteller bieten individuell gefertigte Möbel für Hotels an?
  • Welche Anbieter entwickeln Software für die Verwaltung größerer Immobilienbestände?
  • Welche Unternehmen produzieren nachhaltige Verpackungen für Kosmetikprodukte?
  • Welche Reiseveranstalter bieten individuell geplante Rundreisen durch Japan an?

Bei diesen Fragen nennen Sie Ihr Unternehmen bewusst nicht.

So überprüfen Sie, ob es bei passenden Empfehlungen berücksichtigt wird.

Entscheidend ist dabei nicht, bei möglichst vielen Fragen aufzutauchen. Wichtig ist, dass Ihr Unternehmen bei den Anfragen sichtbar wird, die zu seinen tatsächlichen Leistungen passen.

Stufe 4: Werden Sie auch bei allgemeinen Empfehlungen berücksichtigt?

Anschließend testen Sie breitere Fragen.

Beispielsweise:

  • Welche Anbieter für hochwertige Büromöbel sind empfehlenswert?
  • Welche Unternehmen gehören zu den bekannten Herstellern von Laborgeräten?
  • Welche Softwarelösungen eignen sich für mittelständische Unternehmen?

Solche Fragen sind deutlich allgemeiner. Die Antworten variieren deshalb stärker.

Eine fehlende Erwähnung bedeutet nicht automatisch, dass Ihre Inhalte schlecht sind. Das System berücksichtigt zahlreiche Faktoren, darunter die Bekanntheit anderer Anbieter und die jeweiligen Auswahlkriterien.

Für Ihre Erfolgsmessung sind spezifische Kundenfragen deshalb häufig aussagekräftiger als allgemeine Bestenlisten.

So finden Sie heraus, was ChatGPT über Ihr Unternehmen weiß

Für eine erste Bestandsaufnahme benötigen Sie keine aufwendige Software. Sie beginnen mit einer strukturierten Untersuchung.

1. Dokumentieren Sie die wichtigsten Informationen über Ihr Unternehmen

Erstellen Sie eine Liste mit den Informationen, die KI-Systeme korrekt wiedergeben sollen.

Dazu gehören:

  • Unternehmensdaten: Name, Standorte, Gründungsjahr und Geschäftsführung.
  • Produkte und Dienstleistungen: Was bieten Sie konkret an?
  • Zielgruppen: Für welche Kunden und Branchen ist Ihr Angebot gedacht?
  • Spezialisierungen: Welche besonderen Anforderungen erfüllen Sie?
  • Stärken und Unterschiede: Was zeichnet Ihr Unternehmen gegenüber anderen Anbietern aus?
  • Nachweise: Welche Referenzen, Zertifizierungen oder dokumentierten Projekte belegen Ihre Aussagen?
  • Aktuelle Veränderungen: Welche Angebote, Standorte oder Unternehmensdaten haben sich geändert?

Beginnen Sie mit etwa 20 bis 30 wichtigen Informationen.

Diese Liste bildet anschließend die Grundlage für Ihre Tests.

2. Erstellen Sie passende Testfragen

Formulieren Sie Fragen aus verschiedenen Perspektiven.

Nehmen wir als Beispiel einen Hersteller von hochwertigen Outdoor-Möbeln.

Direkte Frage:

„Welche Produkte stellt die Muster GmbH her?“

Frage zur Spezialisierung:

„Produziert die Muster GmbH wetterfeste Möbel für die Gastronomie?“

Frage aus Kundensicht:

„Welche Hersteller bieten langlebige Outdoor-Möbel für große Hotelterrassen an?“

Vergleichsfrage:

„Welche Unterschiede gibt es zwischen der Muster GmbH und anderen Herstellern von Outdoor-Möbeln?“

Mit solchen Fragen überprüfen Sie, ob Ihre tatsächlichen Leistungen und Stärken in den Antworten erkennbar werden.

3. Vergleichen Sie mehrere KI-Systeme

Testen Sie dieselben Fragen mit ChatGPT, Google Gemini und Perplexity.

Dokumentieren Sie dabei nicht nur, ob Ihr Unternehmen erwähnt wird, sondern auch, wie es beschrieben wird.

Eine einfache Tabelle reicht dafür zunächst aus.

Frage Ergebnis Bewertung
Was bietet die Muster GmbH an? Produkte korrekt beschrieben In Ordnung
Für welche Kunden ist das Angebot geeignet? Wichtige Zielgruppe fehlt Verbessern
Wo befindet sich das Unternehmen? Alter Standort genannt Korrigieren
Welche Anbieter eignen sich für eine bestimmte Anwendung? Unternehmen nicht erwähnt Genauer untersuchen

Wiederholen Sie die Tests regelmäßig. KI-Systeme geben auf dieselben Fragen nicht immer identische Antworten.

Ein einzelnes Ergebnis ist deshalb noch kein verlässlicher Hinweis auf eine dauerhafte Verbesserung oder Verschlechterung Ihrer Sichtbarkeit.

4. Finden Sie die Ursachen für falsche Informationen

Wenn ein KI-System Ihr Unternehmen falsch beschreibt, untersuchen Sie zunächst, woher diese Information stammt.

Prüfen Sie beispielsweise:

  • Ihre eigene Website
  • ältere Produkt- und Leistungsseiten
  • Branchenverzeichnisse
  • Unternehmensprofile
  • Presseberichte
  • Fachartikel
  • Bewertungsplattformen
  • öffentlich zugängliche Unternehmensbeschreibungen

Achten Sie dabei besonders auf Informationen, die nicht mehr aktuell sind oder Ihrer heutigen Positionierung widersprechen.

Wenn das KI-System Quellen nennt, überprüfen Sie diese ebenfalls. Eine Quellenangabe beweist zwar nicht, dass genau diese Seite die Antwort verursacht hat. Sie liefert aber einen hilfreichen Ausgangspunkt.

Was Sie auf Ihrer Website verbessern sollten

Die eigene Website ist einer der wichtigsten Orte, um verlässliche Informationen über Ihr Unternehmen bereitzustellen.

Dabei sind vor allem fünf Punkte entscheidend.

1. Beschreiben Sie verständlich, was Sie anbieten

Vermeiden Sie allgemeine Formulierungen, die auf nahezu jedes Unternehmen zutreffen.

Statt:

„Wir bieten innovative Lösungen für höchste Ansprüche.“

Besser:

„Wir entwickeln und produzieren maßgefertigte Kühlmöbel für Supermärkte, Fachgeschäfte und Gastronomiebetriebe.“

Die zweite Beschreibung vermittelt wesentlich mehr Informationen und macht die Spezialisierung deutlich.

2. Machen Sie Ihre Zielgruppen erkennbar

Beschreiben Sie nicht nur Ihre Produkte, sondern auch, für wen diese geeignet sind.

Ein Anbieter von Reinigungstechnik erklärt beispielsweise, ob seine Maschinen für Privathaushalte, kleine Gewerbebetriebe oder industrielle Produktionsanlagen entwickelt wurden.

Solche Unterschiede sind bei der Auswahl geeigneter Anbieter entscheidend.

3. Erklären Sie typische Anwendungsfälle

Kunden suchen häufig nicht nach einer bestimmten Produktbezeichnung, sondern nach einer Lösung für ihr Problem.

Ein Hersteller von Messtechnik erläutert deshalb, welche Messaufgaben seine Geräte unterstützen, unter welchen Bedingungen sie eingesetzt werden und für welche Branchen sie geeignet sind.

Damit entsteht eine klare Verbindung zwischen konkreten Kundenanforderungen und dem eigenen Angebot.

4. Belegen Sie wichtige Aussagen

Behauptungen wie „führender Anbieter“ oder „höchste Qualität“ sind wenig hilfreich, wenn sie nicht nachvollziehbar belegt werden.

Besser sind konkrete Informationen, beispielsweise:

  • Technische Eigenschaften und Prüfberichte
  • Nachweisbare Zertifizierungen
  • Dokumentierte Kundenprojekte
  • Echte Anwendungsbeispiele
  • Nachvollziehbare Angaben zur Erfahrung

Je konkreter und überprüfbarer diese Informationen sind, desto leichter können Kunden und KI-Systeme die Leistungen einordnen.

5. Sorgen Sie für ein einheitliches Unternehmensbild

Überprüfen Sie, ob Ihr Unternehmen auf verschiedenen Plattformen einheitlich beschrieben wird.

Wenn Ihre Website einen anderen Schwerpunkt vermittelt als ältere Branchenprofile oder Presseberichte, entsteht ein widersprüchliches Bild.

Halten Sie deshalb wichtige Angaben auch auf relevanten externen Plattformen aktuell.

Warum korrigierte Informationen nicht sofort bei ChatGPT erscheinen

Ein häufiger Irrtum besteht darin, dass eine Änderung auf der eigenen Website unmittelbar zu anderen KI-Antworten führt.

So funktioniert es nicht.

KI-Systeme verwenden unterschiedliche Informationsgrundlagen. Einige Antworten basieren vor allem auf dem Wissen des zugrunde liegenden Sprachmodells. Andere berücksichtigen zusätzlich aktuelle Informationen aus dem Internet.

Deshalb verwendet ein KI-System teilweise noch ältere Unternehmensinformationen, obwohl diese auf Ihrer Website bereits korrigiert wurden.

Besonders hartnäckig sind Informationen, die über Jahre auf zahlreichen Websites veröffentlicht wurden.

Ein früherer Firmenname, ein alter Standort oder eine überholte Produktpositionierung verschwinden nicht automatisch aus allen Informationsquellen.

Korrigieren Sie solche Angaben deshalb konsequent und beobachten Sie die Ergebnisse über einen längeren Zeitraum.

Eine Garantie, dass eine bestimmte Änderung zu einer Empfehlung führt, gibt es allerdings nicht.

Welche Kennzahlen wirklich sinnvoll sind

Bei der Sichtbarkeit in KI-Systemen wird häufig gemessen, wie oft ein Unternehmen bei bestimmten Fragen erwähnt wird.

Das ist eine interessante Kennzahl, reicht allein jedoch nicht aus.

Mindestens genauso wichtig ist, ob Ihr Unternehmen korrekt und im richtigen Zusammenhang dargestellt wird.

Dafür eignen sich fünf Bereiche.

1. Richtigkeit der Unternehmensinformationen

Wie viele der überprüften Angaben werden korrekt wiedergegeben?

2. Erkennbarkeit Ihrer Spezialisierung

Verstehen KI-Systeme, welche Produkte und Dienstleistungen Sie anbieten und für wen diese geeignet sind?

3. Sichtbarkeit bei relevanten Kundenfragen

Wie häufig wird Ihr Unternehmen genannt, wenn potenzielle Kunden nach passenden Lösungen suchen?

4. Qualität der Empfehlungen

Wird Ihr Unternehmen als geeigneter Anbieter beschrieben oder lediglich beiläufig erwähnt?

5. Veränderungen über die Zeit

Verbessern sich die Antworten nach der Überarbeitung Ihrer Inhalte?

Entscheidend ist letztlich nicht, bei möglichst vielen beliebigen Fragen vorzukommen.

Wertvoll ist eine Empfehlung vor allem dann, wenn sie Ihr Unternehmen mit einer Kundenanforderung verbindet, die Sie tatsächlich erfüllen.

Ein einfacher Fünf-Tage-Check für Ihr Unternehmen

Wenn Sie herausfinden möchten, wie KI-Systeme Ihr Unternehmen wahrnehmen, beginnen Sie mit einem überschaubaren Projekt.

Tag 1: Unternehmensinformationen sammeln

Dokumentieren Sie Ihre wichtigsten Leistungen, Zielgruppen, Spezialisierungen und Unternehmensdaten.

Tag 2: Testfragen formulieren

Erstellen Sie etwa 20 Fragen, die ein potenzieller Kunde stellt. Berücksichtigen Sie sowohl Fragen mit Ihrem Unternehmensnamen als auch allgemeine Anbietersuchen.

Tag 3: KI-Systeme überprüfen

Testen Sie Ihre Fragen mit verschiedenen KI-Assistenten und dokumentieren Sie die Antworten.

Tag 4: Fehler und Lücken untersuchen

Überprüfen Sie, welche Informationen fehlen, veraltet sind oder Ihr Unternehmen falsch positionieren.

Tag 5: Verbesserungen planen

Priorisieren Sie die Probleme, die Ihre Eignung für wichtige Kundenanfragen besonders stark beeinflussen.

Danach aktualisieren Sie Ihre Website und wichtige externe Unternehmensprofile gezielt.

Wiederholen Sie die Tests nach einigen Wochen, um Veränderungen zu erkennen.

Für den Einstieg benötigen Sie dafür weder ein großes Budget noch eine umfangreiche technische Infrastruktur. Eine sorgfältige Analyse liefert häufig bereits wertvolle Erkenntnisse.

Fazit: Bevor ChatGPT Ihr Unternehmen empfiehlt, muss es Ihr Angebot verstehen

Viele Unternehmen konzentrieren sich darauf, möglichst häufig in den Antworten von ChatGPT und anderen KI-Systemen genannt zu werden.

Dabei übersehen sie einen entscheidenden Schritt.

Bevor ein KI-System Ihr Unternehmen sinnvoll empfehlen kann, benötigt es eine zuverlässige Informationsgrundlage.

Es muss verstehen, welche Leistungen Sie anbieten, für welche Kunden Sie geeignet sind und was Ihr Unternehmen von anderen Anbietern unterscheidet.

Genau deshalb lohnt es sich, zunächst die Darstellung der eigenen Marke zu überprüfen.

Wer veraltete Unternehmensinformationen korrigiert, seine Positionierung schärft und wichtige Leistungen verständlich dokumentiert, verbessert die Voraussetzungen für die Sichtbarkeit in KI-Systemen.

Gleichzeitig entsteht eine klarere, hilfreichere Website, die potenziellen Kunden die Entscheidung erleichtert.

Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht: „Wie häufig empfiehlt ChatGPT unser Unternehmen?“ Sondern: „Weiß ChatGPT überhaupt, warum unser Unternehmen für bestimmte Kunden die richtige Wahl ist?“

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