AI
3. Februar 2026

WordPress veröffentlicht Richtlinien für den Einsatz von KI

WordPress hat neue Richtlinien für die Anwendung von Künstlicher Intelligenz bei der Entwicklung von Plugins, Themes und der Erstellung von Inhalten publiziert. Diese sollen Transparenz, Kompatibilität mit der GPL-Lizenz und Qualitätsstandards gewährleisten.

WordPress hat umfassende Richtlinien für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in verschiedenen Bereichen wie der Programmierung von Plugins und Themes, der Erstellung von Dokumentationen sowie Mediendateien veröffentlicht. Ziel dieser Massnahmen ist es, die Qualität der Beiträge zu sichern und die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen zu gewährleisten. Die neuen Vorgaben basieren auf fünf Kernprinzipien.

Kernprinzipien der KI-Nutzung

Die Richtlinien betonen, dass jeder Beitragende die volle Verantwortung für seine Arbeit trägt, auch wenn KI unterstützend eingesetzt wird. Eine transparente Offenlegung der KI-Nutzung in Pull-Request-Beschreibungen oder Trac-Ticket-Kommentaren wird gefordert. Zudem muss die Lizenzkompatibilität mit GPLv2 oder späteren Versionen gewährleistet sein, was auch für KI-generierte Inhalte gilt. Dies betrifft nicht nur Code, sondern auch nicht-codebasierte Assets wie Dokumentationen und Bilder.

Ein zentraler Punkt ist die Betonung von Qualität über Quantität, um die Verbreitung von minderwertigen „AI Slop“-Inhalten zu verhindern, die von Prüfern abgelehnt werden können.

Transparenz und Lizenzkonformität

Die Transparenzregeln sollen sicherstellen, dass Prüfer über den Einsatz von KI informiert sind und diesen bei der Bewertung berücksichtigen können. Besonders hervorgehoben wird die Lizenzkompatibilität. Da WordPress auf dem Open-Source-Prinzip und der GPLv2-Lizenz basiert, müssen alle für die Plattform entwickelten Komponenten, einschliesslich Plugins und Themes, diesem Standard entsprechen.

Die Richtlinien untersagen die Verwendung von KI-Tools, deren Nutzungsbedingungen die Weiterverbreitung unter einer GPL-Lizenz ausschliessen oder zusätzliche Einschränkungen auferlegen. Auch das „Waschen“ inkompatibler Lizenzen durch KI-Output ist explizit untersagt.

Umgang mit „AI Slop“

Ein wesentlicher Aspekt der Richtlinien ist der Umgang mit sogenannten „AI Slop“-Inhalten. Darunter fallen beispielsweise halluzinierte Referenzen, unnötig komplexer Code oder generische GitHub-Pull-Requests, die keine tatsächlichen Tests oder Erfahrungen widerspiegeln. WordPress empfiehlt den Beitragenden, KI für Entwürfe zu nutzen, diese aber anschliessend sorgfältig zu prüfen. Zudem sollen Pull-Requests klein und prägnant gehalten werden, mit klaren Commit-Nachrichten, um den Überprüfungsprozess zu erleichtern.

Das Dokumentieren und Durchführen realer Tests sowie das Verknüpfen mit verifizierten Trac-Tickets oder GitHub-Issues sind ebenfalls gefordert. Prüfer erhalten die Befugnis, Beiträge abzulehnen, die als minderwertiger „AI Slop“ eingestuft werden.

Fazit und Ausblick

Die neuen WordPress-Richtlinien zielen darauf ab, das Vertrauen in den Beitragsprozess angesichts der zunehmenden Verbreitung von KI in Entwicklung und Inhaltserstellung zu bewahren. Sie verbieten die Nutzung von KI nicht grundsätzlich, sondern fördern einen verantwortungsvollen Einsatz.

Durch die Forderung nach Offenlegung, die Durchsetzung der GPL-Kompatibilität und die Ermächtigung der Betreuer, minderwertige Einreichungen abzulehnen, werden klare Grenzen gesetzt, die sowohl die rechtliche Integrität des WordPress-Projekts als auch die Effizienz der Prüfer schützen sollen.

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