Social Media
28. Januar 2026

Google testet soziale Einblicke in Search Console

Google führt in der Search Console neue Funktionen für Social Channel Insights ein. Diese Neuerung deutet auf eine verstärkte Verknüpfung von Such- und Social-Media-Daten hin, um die Online-Sichtbarkeit zu verbessern.

Google testet derzeit die Integration von «Social Channel Insights» in die Google Search Console (GSC). Diese Erweiterung, die auf den ersten Blick geringfügig erscheinen mag, signalisiert eine tiefgreifendere Verschiebung in der digitalen Landschaft, bei der Such- und Social-Media-Daten stärker miteinander verschmelzen, um die Sichtbarkeit von Online-Inhalten zu optimieren.

Die offizielle Ankündigung von Google hebt die wachsende Bedeutung der digitalen Präsenz von Unternehmen auf sozialen Medien hervor. Die Integration dieser Daten erscheint logisch, da soziale Medien zunehmend als primäre Quelle für die Informationssuche und -entdeckung genutzt werden. Studien zeigen, dass rund 15 Prozent der Konsumenten soziale Medien als die zuverlässigste Quelle für aktuelle Geschäftsdetails betrachten.

Funktionsweise der neuen Einblicke

Die erweiterte Social-Report-Funktion zeigt Leistungsdaten für Social-Media-Konten an, die Google einer Website zuordnet. Dies ermöglicht Unternehmen eine zentrale Übersicht über wichtige Metriken zur Auffindbarkeit und Leistung. Die Neuerung unterstreicht die zunehmende Verflechtung von Such- und Social-Media-Marketing. Beide Bereiche sollten demnach nicht mehr als getrennte Funktionen, sondern als integrierte Komponenten betrachtet werden, die zur Steigerung der Online-Sichtbarkeit zusammenarbeiten müssen.

Die neuen Social-Metriken in den Google Search Console Insights, die derzeit offenbar nur für ausgewählte Websites verfügbar sind, umfassen unter anderem die Gesamtreichweite von Google zu den sozialen Kanälen, die Performance von Social-Media-Inhalten, Suchanfragen, die Traffic zu sozialen Kanälen generieren, sowie Trends wie die durchschnittliche Verweildauer oder das Post-Wachstum. Der Fokus liegt dabei hauptsächlich auf Referral-Insights, was auf eine strategische Datensynthese hindeutet, die die Wechselwirkung von Social Media und Such-Performance beleuchtet.

Implikationen für die Online-Strategie

Updates von Google sind selten zufällig; sie geben oft Hinweise auf zukünftige Bewertungskriterien im Rahmen des Bestrebens, die Dominanz in der Suchmaschinenlandschaft zu behaupten. Obwohl Google nicht explizit erklärt hat, dass soziale Engagement-Metriken einen direkten Einfluss haben, könnte dies eine Anerkennung der Tatsache sein, dass die Informationssuche zunehmend über andere Kanäle wie KI-Plattformen und soziale Medien stattfindet.

Die Suchlandschaft hat sich diversifiziert, und Google reagiert darauf. Eine Studie zeigt, dass fast ein Viertel der US-Erwachsenen soziale Medien als primäre Suchmethode nutzen, während weitere 24 Prozent Suchmaschinen primär, aber auch soziale Medien gelegentlich verwenden. Weltweit nutzen 78 Prozent der Internetnutzer soziale Medien zur Recherche von Marken und Produkten, und über 60 Prozent der Gen Z haben ein Produkt gekauft, das sie über soziale Medien entdeckt haben.

Ausblick auf Social-Media-Kampagnen

Suchmaschinen sind nicht länger der einzige Ausgangspunkt für die Kaufentscheidung der Konsumenten. Nutzer verwenden KI für Recherchen und Fragen oder suchen Online-Bewertungen und Testimonials auf sozialen Medien. Suchmaschinen werden zunehmend zu einer Validierungsebene, auf der Nutzer Informationen bestätigen oder weitere Details suchen, bevor sie zur Transaktion übergehen. Die neuen Einblicke in der GSC sollen Unternehmen dabei unterstützen, die Performance ihrer Social-Media-Aktivitäten nicht nur anhand von Likes und Kommentaren, sondern auch im Kontext der Such-Performance zu bewerten.

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