Google Search Console: Neuer Filter für Markenanfragen
Google führt in der Search Console einen Filter für Markenanfragen ein. Dieser ermöglicht eine differenzierte Analyse der Suchanfragen, die zum eigenen Webauftritt führen, indem er zwischen markenbezogenen und nicht-markenbezogenen Suchbegriffen unterscheidet.
Google hat nach der Einführung von „Query Groups“ im vergangenen Monat ein weiteres Analyse-Tool für den Leistungsbericht der Search Console angekündigt. Der neue Filter für Markenanfragen (Branded Queries) soll Website-Betreibern helfen, den Traffic auf ihrer Seite genauer zu verstehen, indem Suchanfragen automatisch nach Markenbezug klassifiziert werden.
Eine Markenanfrage umfasst Suchbegriffe, die den Markennamen, Varianten oder Falschschreibungen davon sowie markenbezogene Produkte oder Dienstleistungen beinhalten. Zum Beispiel würde „Google“ oder „Gmail“ als Markenanfrage für google.com gelten. Die Unterscheidung zwischen Nutzern, die bereits mit einer Marke vertraut sind, und solchen, die es nicht sind, wird dadurch vereinfacht.
Funktionsweise des Filters
Der neue Filter ist im Leistungsbericht der Suchergebnisse zugänglich und ermöglicht die Segmentierung der Abfragedaten in zwei Ansichten: „Branded“ und „Non-branded“. Die „Branded“-Ansicht zeigt Leistungsdaten für Anfragen, die den Markennamen oder eng damit verbundene Produkte enthalten. Die „Non-branded“-Ansicht umfasst Leistungsdaten für alle anderen Suchanfragen.
Dieser Filter kann über alle Suchtypen hinweg – einschliesslich Web, Bild, Video und Nachrichten – angewendet werden. Nach der Anwendung können Metriken wie Impressionen, Klicks, durchschnittliche Position und Klickrate (CTR) spezifisch für die ausgewählten Anfragetypen eingesehen werden.
Bedeutung für die Traffic-Analyse
Markenanfragen führen in der Regel zu Seiten mit höheren Rankings und resultieren in besseren Klickraten, da Nutzer bereits eine spezifische Absicht haben. Nicht-markenbezogene Anfragen hingegen bieten Potenzial für organisches Wachstum, da sie aufzeigen, wie neue Nutzer Inhalte finden, ohne gezielt nach der Marke gesucht zu haben. Die separate Betrachtung dieser Anfragetypen soll eine tiefere Einsicht in die Traffic-Muster und die Effektivität von SEO-Massnahmen ermöglichen.
Verfügbarkeit und Rollout
Der Filter für Markenanfragen wird schrittweise eingeführt. Detaillierte Informationen zur Identifizierung von Markenanfragen und zum genauen Rollout-Zeitplan sind in der ursprünglichen Ankündigung von Google zu finden.