Online Marketing
29. Januar 2026

Google prüft Opt-out für AI Overviews und AI Mode

Google zieht in Betracht, Publishern eine Opt-out-Option für AI Overviews und den AI Mode anzubieten. Dies könnte Verlagen mehr Kontrolle über ihre Inhalte geben, birgt jedoch auch Risiken für deren Online-Sichtbarkeit und Traffic.

Google erwägt offenbar, Publishern die Möglichkeit zu geben, ihre Inhalte aktiv von AI Overviews und dem AI Mode auszuschliessen. Diese Entwicklung könnte Verlagen eine erhöhte Kontrolle über die Nutzung ihrer Inhalte durch künstliche Intelligenz verleihen, sie jedoch gleichzeitig vor erhebliche Herausforderungen stellen. Die Diskussionen um solche Opt-out-Optionen nehmen zu, da Publisher besorgt sind, an Sichtbarkeit und Traffic einzubüssen.

Hintergrund und Herausforderungen für Publisher

KI-gestützte Suchlösungen von Google, wie AI Overviews, fassen Suchergebnisse zusammen und ermöglichen neuerdings den direkten Übergang von Zusammenfassungen in Chatbot-Konversationen (AI Mode). Dies wirft bei Publishern die Befürchtung auf, dass herkömmliche Klickraten und Traffic für ihre Websites sinken könnten. Studien deuten bereits auf verringerte Klickraten durch AI Overviews hin, und die Einführung von AI Summaries in Discover hat zu Traffic-Einbrüchen geführt. Verschiedene Publisher in der EU und den USA haben bereits Kartellrechtsbeschwerden oder Klagen gegen AI Overviews eingereicht, wobei der Vorwurf der "illegalen" Ausbeutung journalistischer Inhalte im Raum steht.

Mögliche Lösungsansätze und Googles Reaktion

Als Reaktion auf die zunehmende Kritik und die Forderungen von Behörden, wie der britischen Competition and Markets Authority (CMA), scheint Google nun eine hauseigene Funktion zur Blockierung von Inhalten für KI-Suchergebnisse in Betracht zu ziehen. Unabhängig davon arbeiten auch andere Akteure an Lösungen: Cloudflare beispielsweise bietet bereits standardmässig die Blockierung von AI Crawlern an und plant eine "Content Signals Policy", die Publishern ermöglichen soll, ihre Inhalte KI-Diensten vorzuenthalten, ohne die Indexierung zu gefährden. Dies würde jedoch die Kooperation von Google voraussetzen.

Kontrolle und Bedenken der Betreiber

Bislang können Website-Betreiber nicht direkt steuern, wie Google ihre Inhalte für AI Overviews und den AI Mode nutzt. Zwar werden Quellen in diesen KI-Übersichten genannt, doch die Wahrscheinlichkeit eines Klicks auf die Originalquelle könnte geringer ausfallen. Zudem verlinkt Google aus diesen Übersichten oft zuerst auf eigene Angebote. Publisher befürchten, dass Google und andere KI-Dienste ihre Inhalte zusammenfassen könnten, ohne die Originalquelle ausreichend zu würdigen. Bereits existierende Kontrollmöglichkeiten wie "noindex" oder Google-Extended für Gemini und Vertex AI bieten keine umfassende Lösung für die spezifischen Herausforderungen, die AI Overviews und der AI Mode mit sich bringen.

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