Image unavailable

Google Ads
Home/Blog/Google Ads

Google Ads Konto Sperrung: Was jetzt?

Alex Sperber6 Min. Lesezeit

Eine Sperrung deines Google Ads Kontos kann sich drastisch auf dein Geschäft auswirken. Es ist der Moment, den jeder Werbetreibende fürchtet: Plötzlich steht alles still, der Traffic bricht ein und Unsicherheit macht sich breit.

In diesem Blogpost gebe ich dir einen klaren Überblick darüber, was eine Kontosperrung bei Google Ads wirklich bedeutet, warum es dazu kommt und – am wichtigsten – welche Schritte du jetzt unternehmen musst, um dein Konto wiederherzustellen.

Jede Sperrung ist einzigartig. Dennoch gibt es Muster. Ich zeige dir die häufigsten Fehler und gebe dir Tipps, wie du effektiv reagierst, ohne die Situation durch überhastete Aktionen schlimmer zu machen.

Die häufigsten Gründe für Google-Sperren

Wenn dein Konto gesperrt wurde, hast du wahrscheinlich eine E-Mail mit einem kryptischen Verweis auf eine Richtlinie erhalten. Hier entschlüsseln wir die "Big 4" der Sperrgründe:

1. Falschdarstellung (Misrepresentation)

Dies ist der häufigste Grund, besonders bei Google Merchant Center Konten (Shopping). Leider ist „Falschdarstellung“ ein Sammelbegriff für alles, was Google als untransparent empfindet.

Häufige Auslöser, die ich in der Praxis sehe:

  • Unzureichende Kontaktinfos: Es fehlen E-Mail, Telefonnummer oder eine physische Adresse im Footer oder Impressum.
  • Versand & Rückgabe: Deine Richtlinien auf der Website sind unklar, widersprüchlich oder fehlen ganz.
  • Aktionspreise: Du wirbst mit "Sale", aber der Preis im Warenkorb ist ein anderer.
  • Falsche Versprechen: Unbewiesene Heilversprechen oder unrealistische "Get-rich-quick"-Behauptungen.

2. Fehler bei Steuern & Versand (Merchant Center)

Google gleicht die Daten in deinem Merchant Center knallhart mit deiner Website ab.

Wenn der Versand im Merchant Center "kostenlos" ist, auf der Website aber 4,95 € kostet, wirst du gesperrt.

Oft vergessen Werbetreibende, Änderungen auf der Website auch im Merchant Center nachzuziehen.

3. Verdächtige Zahlungsaktivitäten (Suspicious Payments)

Hier schlagen die Betrugsfilter von Google Alarm. Das muss nicht heißen, dass du ein Betrüger bist, aber etwas sieht für den Algorithmus danach aus:

  • Die Kreditkarte ist auf einen anderen Namen registriert als das Rechnungskonto.
  • Dieselbe Kreditkarte wird in einem anderen, bereits gesperrten Konto genutzt.
  • Es gab Rückbuchungen (Chargebacks) oder offene Rechnungen.

4. Umgehung von Systemen (Circumventing Systems)

Dies ist der schwerwiegendste Vorwurf. Google glaubt hier, dass du aktiv versuchst, ihre Sicherheitsmechanismen auszutricksen.

Häufigster Fehler: Ein Konto wird gesperrt und du erstellst panisch sofort ein neues. Tu das niemals! Google verknüpft die Konten (über IP, Domain, Kreditkarte) und sperrt das neue sofort wegen "Systemumgehung". Aus diesem Loch wieder herauszukommen, ist extrem schwer.

Warum ist Google so streng?

Wenn Google dein Konto sperrt, fühlt sich das wie Willkür an. Aber aus Googles Sicht geht es um den Schutz der Nutzer (und ihres eigenen Geschäftsmodells).

Google investiert Milliarden, um "Bad Actors" (Betrüger, Scammer, Fakeshops) von der Plattform fernzuhalten. Da Milliarden von Anzeigen geschaltet werden, entscheiden fast immer Algorithmen und KI über eine Sperrung, keine Menschen.

Das Problem: Algorithmen machen Fehler. Sie interpretieren ein fehlendes Impressum als Fakeshop oder eine abgelaufene Kreditkarte als Betrugsversuch. Oft verstoßen legitime Unternehmen unwissentlich gegen komplexe Richtlinien. Die gute Nachricht: Wenn es ein Fehler war, kann man ihn oft beheben.

Dein Schlachtplan: So reagierst du richtig

Bevor du jetzt hektisch den "Einspruch"-Button klickst: Stopp! Du hast meist nur wenige Versuche, bevor der Support dich ignoriert.

  1. Keine Panik-Aktionen: Erstelle kein neues Konto. Ändere nicht wild irgendwelche Anzeigen. Atme durch.
  2. Selbst-Audit: Prüfe deine Website und dein Konto.
    • Stimmen Impressum, AGB und Widerrufsbelehrung?
    • Sind Kontaktdaten leicht zu finden?
    • Funktionieren alle Links?
    • Gibt es offene Zahlungen?
  3. Der Einspruch (Appeal): Erst wenn du den Fehler gefunden und behoben hast, reichst du den Einspruch ein. Sei dabei professionell, freundlich und extrem detailliert. Erkläre genau, was passiert ist und was du geändert hast („Wir haben unsere Versandrichtlinien am [Datum] aktualisiert, um Klarheit zu schaffen...“).

FAQ: Häufige Fragen zu Google-Sperren

Warum laufen die Anzeigen meiner Konkurrenten weiter, obwohl sie dasselbe tun?

Die einzige Konstante bei Google ist die Inkonsistenz. Es ist extrem frustrierend, aber leider Realität. Ich habe Kunden erlebt, die für Dinge gesperrt wurden, die bei der Konkurrenz seit Jahren durchgehen. Mein Rat: Beschwere dich im Einspruch nicht über die Konkurrenz ("Aber die machen das auch!"). Das hilft dir nicht. Konzentriere dich zu 100 % darauf, dass deine Seite den Richtlinien entspricht.

Beeinflusst eine Ads-Sperre mein organisches SEO-Ranking?

Nein. Die Teams für Google Ads und die organische Suche (SEO) sind strikt getrennt. Eine Sperrung deines Werbekontos hat keinen direkten Einfluss auf deine Position in den normalen Suchergebnissen. Aber: Wenn der Grund für die Sperre Malware auf deiner Seite oder massives Nutzer-Misstrauen ist, könnte das indirekt auch dem SEO schaden.

Kann eine Sperrung dauerhaft sein?

Ja. Wenn Google entscheidet, dass du ein "Risiko" darstellst oder du wiederholt gegen Richtlinien verstößt (oder versuchst, Sperren durch neue Konten zu umgehen), kann der Ausschluss lebenslang sein. Das betrifft dann oft nicht nur das Konto, sondern dich als Person und deine Domain. Deshalb ist eine saubere Vorgehensweise beim ersten Einspruch so wichtig.

Werden Ads- und Merchant-Center immer zusammen gesperrt?

Nicht zwingend.

  • Ist dein Ads-Konto wegen Zahlunsgproblemen gesperrt, kann das Merchant Center noch aktiv sein (bringt dir aber nichts, da du keine Shopping-Ads schalten kannst).
  • Ist dein Merchant Center wegen Produktdaten gesperrt, kannst du im Ads-Konto oft noch normale Such-Kampagnen (Textanzeigen) schalten.

Kann ich jemanden bei Google anrufen?

Leider nein. Es gibt keine direkte Hotline zum "Policy Team". Der normale Google-Ads-Support hat oft keinen Einfluss auf Sperrungen und kann nur Tickets weiterleiten. Das Policy-Team arbeitet isoliert, um Bestechung oder Beeinflussung zu verhindern.

Wenn du nicht mehr weiter weißt

Es gibt Fälle, in denen man als Werbetreibender gegen eine Wand läuft. Die Einsprüche werden mit Standard-Mails abgelehnt und man weiß nicht mehr, was man noch ändern soll.

Hier bei UnitedAds kennen wir diese Frustration. Aber oft ist nicht alles verloren. Ein frischer Blick von Experten kann Details aufdecken, die du vielleicht übersehen hast ("Betriebsblindheit").

Wie wir helfen können: Wir schauen uns nicht nur die pauschale Ablehnung von Google an. Wir analysieren deine Website, dein Checkout-Verfahren und deine Kontostruktur tiefgehend auf die typischen "Red Flags", auf die die Algorithmen anspringen.

Wenn du Unterstützung brauchst, um deinen Einspruch professionell und fundiert zu formulieren, sind wir für dich da. Ein starker, gut begründeter Erst-Einspruch ist deine beste Chance, schnell wieder online zu gehen.

Cookie-Einstellungen

Wir nutzen Cookies, um dein Erlebnis zu verbessern und unsere Dienste zu optimieren. Du kannst wählen, welche Cookies du akzeptieren möchtest. Mehr erfahren