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Die Risiken von KI-Content für Deine Website

Alex Sperber13 Min. Lesezeit

Viele Unternehmen nutzen KI-Content um schnell und billig mehr Content zu produzieren. Die Hoffnung lautet: mehr Seiten, mehr Rankings, mehr Sichtbarkeit.

Auch bei UnitedAds haben wir diese Strategie schon genutzt. Und kurzfristig kann das funktionieren. Doch bei vielen Websites zeigt sich inzwischen ein anderes Bild: Der Traffic steigt schnell — und fällt später genauso schnell wieder ab. Regelmäßig verlieren mit KI-Content skalierte Websites sogar mehr Sichtbarkeit, als sie vorher gewonnen haben.

Das Problem ist dabei nicht KI an sich. KI kann sehr hilfreich sein. Riskant wird es, wenn Unternehmen KI nutzen, um massenhaft ähnliche Inhalte zu veröffentlichen, die vor allem für Google- oder KI-Suchsysteme geschrieben wurden — und nicht für echte Leserinnen und Leser. Genau dieses Muster habe ich mir genauer angesehen.

Worum es in dieser Analyse geht

Ich habe den Traffic und den Content von 25 Unternehmen analysiert, von denen ich weiß, dass sie mit KI hoch skaliert Content produzieren. Das sind Unternehmen bzw. Websites, die bei UnitedAds Beratung zum diesem AI Content angefragt haben, sowie öffentlich zugängliche Informationen.

Diese Analyse basiert auf Daten von SEO-Tools wie Ahrefs und Sistrix. Zudem habe ich in einigen Fällen Zugriff auf die Search Console der Website.

Die SEO Tools liefern gute Schätzungen, aber sie sind aber nicht so exakt wie die GSC Daten einer Website.

Obwohl ich natürlich nicht in jedem Einzelfall konkret nachvollziehen könnte in welchem Ausmaß Content skaliert wurde und welche anderweitigen SEO Maßnahmen umgesetzt wurden, zeigte sich ein eindeutiges Muster: Viele Websites wachsen zuerst stark. Danach verlieren sie einen großen Teil dieses Wachstums wieder.

Für dieses Muster hat sich der Begriff “Mount AI” etabliert.

Die wichtigste Beobachtung

Bei vielen der untersuchten Websites zeigte sich ein ähnlicher Verlauf:

  • Das Unternehmen veröffentlicht in kurzer Zeit viele neue Inhalte.
  • Die Anzahl der Seiten steigt stark.
  • Der organische Traffic steigt ebenfalls.
  • Nach einigen Monaten erreicht der Traffic seinen Höhepunkt.
  • Danach fällt er deutlich ab.

Mit „organischem Traffic“ sind Besucher gemeint, die über unbezahlte Suchergebnisse auf eine Website kommen — also zum Beispiel über Google, ohne dass für den Klick eine Anzeige geschaltet wurde. In vielen Fällen sah das Muster so aus: schnelles Wachstum → kurzer Erfolg → starker Rückgang

Oder einfacher gesagt: Content Skalierung mit KI funktioniert — bis es nicht mehr funktioniert. Das bedeutet nicht, dass jede KI-Content-Strategie scheitert.

Aber es zeigt: Content mit KI in großem Stil zu veröffentlichen, ist keine risikoarme Strategie. Kurzfristige Gewinne sind möglich. Langfristig halten sie aber oft nur dann, wenn die Inhalte wirklich hilfreich, originell und glaubwürdig sind.

Warum Google solche Inhalte problematisch findet

Google versucht seit Jahren, Inhalte besser zu verstehen, die vor allem für Suchmaschinen erstellt wurden.

Das bedeutet: Inhalte, die nicht entstehen, weil Menschen sie wirklich brauchen, sondern weil ein Unternehmen für möglichst viele Suchbegriffe gefunden werden möchte. Solche Inhalte gibt es nicht erst seit KI. Schon vor KI wurden massenhaft SEO-Texte erstellt, oft nach festen Vorlagen.

KI hat dieses Problem aber beschleunigt.

Was früher Wochen oder Monate dauerte, kann heute in wenigen Stunden entstehen: hunderte oder tausende Seiten, die ähnlich aufgebaut sind, ähnliche Fragen beantworten und wenig eigene Substanz bieten.

Für Google ist nicht entscheidend, ob ein Text von einem Menschen oder von KI geschrieben wurde. Entscheidend ist eher:

  • Hilft der Inhalt echten Menschen?
  • Ist er fachlich korrekt?
  • Bietet er etwas Neues?
  • Passt er zur Website und zur Marke?
  • Gibt es echte Erfahrung, Daten oder Expertise?
  • Oder wurde die Seite nur erstellt, um Rankings zu gewinnen?

Wenn viele Seiten einer Website in diese Kategorie fallen, kann das zum Problem für die gesamte Website werden.

Einfach gesagt bedeutet das: Google will verhindern, dass Websites massenhaft Seiten erstellen, nur um Rankings zu manipulieren.

Acht Content-Muster, die riskant sind

Bei den untersuchten Websites tauchten immer wieder ähnliche Seitentypen auf. Diese Seitentypen sind nicht automatisch schlecht. Manche können sehr hilfreich sein. Riskant werden sie, wenn sie massenhaft, nach Vorlage und ohne echten Mehrwert erstellt werden.

1. Selbstwerbung Bestenlisten (Self Promotion Listicles)

Was ist das? Ein Unternehmen erstellt eine Liste der besten Anbieter in seiner eigenen Kategorie — und setzt sich selbst auf Platz 1. Zum Beispiel: „Die 10 besten Anbieter für [Leistung]“ Und der eigene Anbieter steht ganz oben.

Warum ist das riskant? Self Promoting Listicles präsentieren sich als neutraler Ratgeber, sind aber in Wirklichkeit manipulative Werbung. Besonders problematisch ist es, wenn die Seite nicht offenlegt, dass der Autor selbst Teil des Wettbewerbs ist. DAnn kann es in Deutschland übrigens auch wettbewerbsrechtlich problematisch werden

Wann ist es okay? Wenn die eigene Rolle transparent gemacht wird, die Bewertung ehrlich ist und echte Belege oder Tests vorliegen.

2. Vergleichsseiten in großer Menge

Was ist das? Eine Website veröffentlicht viele Seiten nach dem Muster: Produkt A vs. Produkt B Zum Beispiel: Tool A vs. Tool B Anbieter A vs. Anbieter C Framework A vs. Framework B

Warum ist das riskant? Solche Seiten können hilfreich sein, wenn sie echte Vergleiche enthalten. Problematisch wird es, wenn hunderte ähnliche Seiten entstehen, ohne echte Tests, eigene Erfahrungen oder klare Bewertungskriterien. Dann wirken sie austauschbar.

Wann ist es okay? Wenn der Vergleich auf echter Nutzung, nachvollziehbaren Kriterien, transparenten Quellen und ehrlicher Bewertung basiert.

3. „Was ist X?“-Glossare

Was ist das? Eine Website erstellt viele kurze Erklärseiten zu einzelnen Begriffen. Zum Beispiel: Was ist eine private Krankenversicherung? Was ist eine Wallbox? Was ist Google Ads?

Warum ist das riskant? Glossare können nützlich sein. Aber wenn tausende Begriffe nach derselben Vorlage erklärt werden, entsteht oft wenig neuer Wert. Viele solche Seiten wirken so, als seien sie vor allem dafür erstellt worden, bei Google oder in KI-Antworten zitiert zu werden.

Wann ist es okay? Wenn die Erklärungen wirklich zur Zielgruppe passen, fachlich sauber sind und eigene Beispiele, Erfahrungen oder Daten enthalten.

4. „Die besten X für Y“-Listen

Was ist das? Das sind Listen Artikel wie: Die besten CRM-Tools für Startups Die besten SEO-Agenturen für B2B-Unternehmen Die besten Projektmanagement-Tools für kleine Teams

Warum ist das riskant? Solche Listen sind im SEO sehr beliebt. Sie können aber schnell unglaubwürdig werden, wenn nicht klar ist, wie die Auswahl zustande kam. Wurden die Anbieter wirklich getestet? Gibt es nachvollziehbare Kriterien? Oder wurde die Liste nur erstellt, um für einen Suchbegriff zu ranken?

Wann ist es okay? Wenn die Liste echte Recherche, klare Kriterien, nachvollziehbare Bewertungen und transparente Interessenkonflikte enthält.

5. Wettbewerber-Alternativen-Seiten

Was ist das? Eine Website erstellt Seiten nach dem Muster: Beste Alternativen zu [Wettbewerber] Zum Beispiel: Beste Alternativen zu Anbieter A Anbieter B Alternative Anbieter C vs. unsere Lösung

Warum ist das riskant? Diese Seiten zielen oft direkt auf Suchanfragen nach Wettbewerbern oder “Alternativen zu XYZ” ab. Das ist nicht automatisch falsch. Aber wenn für jeden Wettbewerber fast dieselbe Seite erstellt wird, entsteht schnell ein Muster, das sehr aggressiv nach SEO aussieht.

Wann ist es okay? Wenn die Seite Nutzern wirklich hilft, Unterschiede zu verstehen, fair bleibt und nicht nur den eigenen Anbieter bewirbt.

6. Standort- und Sprachseiten nach Vorlage

Was ist das? Eine Website erstellt viele Seiten für Städte, Regionen, Länder oder Sprachen. Zum Beispiel: SEO-Agentur Berlin SEO-Agentur München SEO-Agentur Hamburg SEO-Agentur Köln Oder dieselbe Seite wird in viele Sprachen übertragen.

Warum ist das riskant? Wenn auf jeder Seite fast derselbe Text steht und nur der Ortsname ausgetauscht wird, entsteht wenig echter Mehrwert. Noch problematischer wird es, wenn das Unternehmen an diesen Orten gar keine echte Präsenz hat.

Wann ist es okay? Wenn es für jeden Standort echte Informationen gibt: lokale Ansprechpartner, echte Projekte, lokale Referenzen, regionale Besonderheiten oder konkrete Leistungen vor Ort.

8. Themenfremde Inhalte in großer Menge

Was ist das? Eine Website veröffentlicht viele Inhalte, die wenig mit ihrem eigentlichen Geschäft zu tun haben. Zum Beispiel: Eine B2B-Softwarefirma schreibt plötzlich über:

  • Witze
  • Babynamen
  • Promi-Biografien
  • Horoskope
  • Memes
  • allgemeine Unterhaltungsthemen

Warum ist das riskant? Solche Inhalte können kurzfristig Traffic bringen. Aber sie passen oft nicht zur Marke, nicht zur Zielgruppe und nicht zur Expertise des Unternehmens. Für Google kann das ein Signal sein, dass die Website ihren thematischen Fokus verliert.

Wann ist es okay? Nur wenn es einen klaren, glaubwürdigen Bezug zur Marke, Zielgruppe oder Expertise gibt.

7. FAQ-Farmen

Was ist das? Eine Website erstellt für jede einzelne Frage eine eigene Seite. Zum Beispiel: Was kostet ein CRM? Wie funktioniert ein CRM? Welches CRM ist das beste? Wann lohnt sich ein CRM?

Warum ist das riskant? Einzelne FAQ-Seiten können hilfreich sein. Aber wenn daraus hunderte oder tausende sehr kurze Seiten entstehen, kann die Gesamtqualität der Website leiden.

Gerade für KI-Suche werden solche Seiten oft gestellt, weil sie leicht ausgelesen werden können: Frage in der Überschrift, kurze Antwort im ersten Absatz, strukturierte Daten im Hintergrund. Das kann funktionieren. Aber es kann auch wie Content-Massenproduktion wirken.

Wann ist es okay? Wenn Fragen sinnvoll gebündelt werden, Antworten wirklich hilfreich sind und die Inhalte nicht nur aus dünnen Einzelantworten bestehen.

Warum das auch für KI-Suche wichtig ist

Viele Unternehmen interessieren sich heute nicht mehr nur für Google-Rankings. Sie wollen auch in KI-Antworten erscheinen.

Das wird oft GEO genannt: Generative Engine Optimization. Gemeint ist damit der Versuch, in Antworten von KI-Systemen sichtbar zu werden — zum Beispiel als genannte Marke, zitierte Quelle oder empfohlener Anbieter.

Das Problem: KI-Suche und klassische Suche hängen eng zusammen. Viele KI-Systeme nutzen bestehende Webquellen, Suchmaschinen oder indizierte Inhalte, um Antworten zu erstellen. Wenn eine Website bei Google an Sichtbarkeit verliert oder als weniger vertrauenswürdig wahrgenommen wird, kann das auch ihre Chancen in KI-Antworten verschlechtern.

Kurz gesagt: Was für Google riskant ist, kann auch für KI-Suche riskant sein. Deshalb ist es gefährlich, GEO als Abkürzung zu verstehen. Wer Inhalte nur erstellt, damit KI-Systeme sie zitieren, wiederholt oft dieselben Fehler, die im SEO schon früher zu Abstrafungen oder Sichtbarkeitsverlusten geführt haben.

Warum ist KI Content riskant?

In den Daten zeigte sich zusätzlich ein auffälliges Muster ab etwa Mitte Januar 2026. Mehrere Websites mit stark SEO- oder GEO-optimierten Inhalten verloren zwischen Januar und April 2026 deutlich an organischem Traffic.

Besonders häufig betroffen waren Websites mit vielen selbst werbenden Bestenlisten und anderen stark formelhaften Content-Templates.

Einige Rückgänge lagen bei bis zu 95 %**. Google hat für diesen Zeitraum kein offizielles Update bestätigt. Trotzdem sahen die Verläufe vieler betroffener Websites sehr ähnlich aus.

In vielen Fällen war nicht nur ein einzelner Artikel betroffen, sondern ein ganzer Blog oder ein kompletter Website-Bereich.

Das ist wichtig, weil es zeigt: Schlechte Content-Muster können nicht nur einzelne Seiten belasten, sondern die Wahrnehmung ganzer Website-Bereiche beeinflussen.

KI-Content ist nicht das Problem — blinde Skalierung ist das Problem

Es wäre falsch, aus dieser Analyse abzuleiten, dass KI-Content grundsätzlich schlecht ist. KI kann sehr nützlich sein. Zum Beispiel für:

  • Themenrecherche
  • erste Entwürfe
  • Content-Briefings
  • Strukturierung komplexer Themen
  • Zusammenfassungen interner Daten
  • Ideenfindung
  • Qualitätschecks
  • Übersetzungsunterstützung
  • effizientere Workflows

Der kritische Punkt ist nicht der Einsatz von KI. Der kritische Punkt ist die Absicht hinter dem Content.

Wird eine Seite erstellt, weil echte Kundinnen und Kunden sie brauchen? Oder wird sie erstellt, weil ein Suchvolumen, ein Wettbewerber-Keyword oder eine mögliche KI-Zitation entdeckt wurden?

Genau hier entsteht das Risiko.

Was guter KI-gestützter Content leisten sollte

Guter Content sollte auch dann hochwertig sein, wenn KI bei der Erstellung geholfen hat. Er sollte echte Fragen beantworten, fachlich korrekt sein und zur Zielgruppe passen. Vor allem sollte er etwas enthalten, das nicht jede andere Website mit demselben Prompt erzeugen könnte. Das können zum Beispiel sein:

  • eigene Daten
  • echte Kundenerfahrungen
  • interne Erkenntnisse
  • Experteneinschätzungen
  • konkrete Beispiele aus der Praxis
  • nachvollziehbare Tests
  • klare Meinungen
  • transparente Bewertungskriterien
  • branchenspezifisches Wissen

Ein guter Test ist diese Frage:

Wäre diese Seite auch dann sinnvoll, wenn Google sie morgen nicht ranken würde? Wenn die Antwort nein lautet, sollte man die Seite überdenken.

Was Unternehmen jetzt tun sollten

Unternehmen, die KI für Content nutzen, sollten nicht einfach mehr Seiten produzieren. Sie sollten zuerst prüfen, ob ihre Content-Strategie langfristig tragfähig ist.

1. Bestehende KI-Inhalte prüfen

Schauen Sie sich an, welche Inhalte in den letzten Monaten oder Jahren mit KI-Unterstützung erstellt wurden. Besonders wichtig sind Seiten, die:

  • sehr ähnlich aufgebaut sind
  • wenig eigene Informationen enthalten
  • kaum Traffic oder Conversions bringen
  • nicht klar zur Marke passen
  • nur für Suchbegriffe erstellt wurden

Diese Seiten sollten verbessert, zusammengelegt, weitergeleitet oder entfernt werden.

2. Menschliche Prüfung verpflichtend machen

KI kann Entwürfe liefern. Aber Menschen sollten entscheiden, was veröffentlicht wird. Besonders wichtig ist die Prüfung durch Personen mit echter Fachkenntnis. Sie sollten prüfen:

  • Ist der Inhalt korrekt?
  • Ist er hilfreich?
  • Ist er vollständig?
  • Ist er glaubwürdig?
  • Passt er zur Marke?
  • Gibt es unbelegte Behauptungen?
  • Würden wir diesen Inhalt auch einem Kunden direkt schicken?

Wenn die Antwort nein ist, sollte der Inhalt nicht live gehen.

3. Nicht jede Suchanfrage braucht eine eigene Seite

Viele Websites erstellen für jede Frage, jede Stadt, jeden Wettbewerber oder jeden Begriff eine eigene URL. Das ist oft unnötig. Häufig ist es besser, mehrere verwandte Fragen auf einer starken, hilfreichen Seite zu bündeln. Weniger Seiten können langfristig besser sein, wenn sie hochwertiger sind.

4. Eigene Daten und Erfahrungen einbauen

Der beste Schutz gegen austauschbaren KI-Content ist Originalität. Unternehmen sollten stärker nutzen, was nur sie haben:

  • eigene Kundendaten
  • interne Analysen
  • Projekterfahrungen
  • Produktwissen
  • Support-Fragen
  • Sales-Gespräche
  • Kundenfeedback
  • echte Fallbeispiele

Das macht Inhalte hilfreicher und schwerer kopierbar.

5. Erfolg nicht nur an Traffic messen

Viele KI-Content-Projekte werden an der Anzahl veröffentlichter Seiten oder am Traffic-Wachstum gemessen. Das ist gefährlich. Bessere Fragen sind:

  • Bringt der Content qualifizierte Leads?
  • Hilft er echten Kundinnen und Kunden?
  • Stärkt er Vertrauen in die Marke?
  • Unterstützt er Sales oder Support?
  • Wird er gelesen, geteilt oder intern genutzt?
  • Würden wir stolz auf diesen Inhalt sein?

Traffic allein ist kein ausreichender Qualitätsbeweis.

Checkliste vor der Veröffentlichung

Vor jeder neuen KI-gestützten Seite sollten Unternehmen diese Fragen stellen:

Nutzerbedarf Brauchen echte Kundinnen und Kunden diese Seite wirklich? Oder existiert sie nur, weil ein Suchbegriff interessant aussieht?

Originalität Enthält die Seite etwas, das nicht schon in den ersten zehn Google-Ergebnissen steht? Gibt es eigene Daten, Erfahrungen oder Beispiele?

Austauschbarkeit Könnte ein Wettbewerber morgen mit demselben Prompt fast dieselbe Seite erstellen? Wenn ja, ist der Inhalt wahrscheinlich zu generisch.

Glaubwürdigkeit Ist klar, wer hinter dem Inhalt steht? Wurde der Text von einer fachkundigen Person geprüft?

Transparenz Ist die Seite ehrlich, wenn sie eigene Produkte, Leistungen oder Partner empfiehlt? Werden mögliche Interessenkonflikte offengelegt?

Markenfit Passt der Inhalt wirklich zur Marke, zum Angebot und zur Zielgruppe? Oder wurde er nur veröffentlicht, weil er Traffic bringen könnte?

Langfristigkeit Wäre die Seite auch in zwölf Monaten noch hilfreich? Oder ist sie nur ein kurzfristiger Versuch, Sichtbarkeit zu gewinnen?

Fazit: Qualität schlägt Skalierung

Viele Strategien, die heute als „AI-first SEO“ oder „GEO-Content at Scale“ verkauft werden, erinnern stark an alte SEO-Playbooks.

Mehr Seiten bedeuten nicht automatisch mehr nachhaltige Sichtbarkeit.

Kurzfristig kann KI-Content Wachstum erzeugen. Aber wenn Inhalte massenhaft nach denselben Vorlagen erstellt werden, wenig eigene Substanz haben und vor allem für Suchmaschinen oder KI-Systeme geschrieben sind, steigt das Risiko deutlich.

Die Websites, die langfristig besser abschneiden, sind meist nicht die mit dem größten Content-Volumen. Es sind die Websites, die:

  • echte Expertise zeigen
  • klare Zielgruppen bedienen
  • thematisch fokussiert bleiben
  • eigene Daten und Erfahrungen nutzen
  • Inhalte für Menschen schreiben
  • Qualität über Menge stellen

KI kann dabei sehr hilfreich sein.

Aber sie ersetzt nicht Strategie, Fachwissen, redaktionelle Verantwortung und menschliches Urteilsvermögen.

Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht:

„Wie viele Seiten können wir mit KI erstellen?“

Sondern:

„Welche Inhalte verdienen es wirklich, veröffentlicht zu werden?“

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